Das « Nationale Zentrum für funktionale Rehabilitation und Wiedereingliederung (CNRFR) » befindet sich im « Quartier Grünewald », im äußersten Osten des Kirchbergviertels.
Während die Verkehrsanbindungen an die Infrastrukturen im Norden liegen, befinden sich die Therapie-Räumlichkeiten und die Krankenzimmer in Richtung des ruhigeren Tales.

Die grundsätzliche Orientierung des Rehazenters als Service- und Sportzentrum, vereinfacht die Wiedereingliederung der Patienten in das Alltagsleben in der Gesellschaft.

Der mit Pflanzen und Sträuchern gestaltete Grünbereich, einschließlich desVorplatzes, der Parkplätze und der Fußwege, zwischen der Straße und dem Gebäude, dient als Zwischenzone zwischen dem Krankenhausbereichund dem Anschluss an das Verkehrsnetz.

Die unterschiedlichen Funktionsbereiche des Gebäudes sind auf vier Etagen verteilt, die ein harmonisches Ganzes ergeben, wobei den Vorgaben hinsichtlich guter Zugänglichkeit, Beleuchtung und Verbindung in die Außenbereiche Rechnung getragen wird. Unter funktionalen Gesichtspunkten ist zu unterscheiden zwischen Verbindungswegen, Krankenzimmern und den therapeutischen Appartements, Verwaltung und medizinisch-technischen Einheiten, Therapieräumen, Turnhalle, Balneotherapie mit den Schwimmbecken, Technikräumen und Archiven, dazu kommen zwei Parkplatzebenen im Untergeschoss.

Die Beleuchtung und die natürliche Belüftung der Therapie-Bereiche sind durch die Lage der Innenhöfe gewährleistet.

Die vertikale Verbindung zwischen den verschiedenen Ebenen wird hauptsächlich durch den verglasten Gang gewährleistet, der die ‚Wirbelsäule’ des Gebäudes bildet.

Die Krankenzimmer wurden in Form von drei ‚Kästen’ konzipiert, die auf der Ebene +1 liegen, oberhalb der Therapie und Medizintechnik-Ebenen. Diese Volumen untergliedern den verglasten Hauptgang.

Die Ebene 0 ist über den Haupteingang auf Straßenniveau erreichbar. Die Halle nimmt eine Schlüsselfunktion bei der räumlichen Aufteilung der öffentlich zugänglichen Bereiche ein; es handelt sich konkret um ein Restaurant mit Küche, einen Kiosk und Konferenzräume.

Es eröffnet sich von diesen Räumlichkeiten aus Blicke auf die Turnhalle und das Schwimmbecken, womit die Kommunikation zwischen Gesunden und Patienten begünstigt wird. Auf der Ebene 0 befinden sich Direktion und Verwaltung, die medizinisch-technischen Einheiten (Diagnostik und Beratungsräume), der Sozialdienst und auch die kognitive und psychologische Neuro-Rehabilitations-Einheit.

Die Ebene -1, die eigentliche Therapie-Ebene, steht in direkter Verbindung mit dem Parkplatz im Untergeschoss und den im Außenbereich gelegenen Therapieeinrichtungen. Die Einheit für Gymnastiktherapie und Physiotherapie umfasst zudem eine dreiteilige Turnhalle mit Bereichen für Muskeltraining und Herz-Kreislauf-Training.

Die Hydrotherapie mit verschiedenen Bädern und Behandlungsbereichen liegt um das Schwimmbecken herum; es bestehen Zugänge zu Therapiebecken und Sportbecken.

Die Abteilungen für Krankengymnastik und Ergotherapiee sind aufgrund ihrer medizinischen und therapeutischen Verbindungen untereinander stark vernetzt.

Die aus Beton bestehenden Freivorbauten, die auf Ebene 0 und – 1 zu sehen sind, lassen die Therapiebereiche und die medizinisch-technischen Einheiten besonders deutlich hervortreten. Über die unterschiedlichen horizontalen Ebenen erstreckt sich die Fassade; sie sieht wie ein Glasband aus, ist neutral gestaltet, durchsichtig mit Aluminiumprofilen. Hinter der Fassade befinden sich in freier Anordnung verschiedene Funktionsräumlichkeiten.

Das äußere Erscheinungsbild von Wänden, Decken und Böden wird durch die Gebäude-Gesamtstruktur geprägt und trägt den spezifischen Wünschen der verschiedenen Funktionseinheiten Rechnung; Ziel ist, die Orientierung im Gebäude zu erleichtern.